Navigation:

Startseite
Presse zur WM
Der Nachruf zur WM 2006
Die Klinsmänner in der Einzelkritik
Ein Titan sieht rot
Mach et, Poldi!
WM-Fahndungsliste
Teilnehmende Opfer
Gruppen und Termine
Dem Klinsi ihm sein Tagebuch
Dem Klinsi ihm sein letzter Tagebucheintrag
Nach der WM ist vor der EM
Zitate des Irrsinns
Älterer Beitrag: Die WM-Stadien
Links
Disclaimer/Impressum

Die Arenen, in denen die Gladiatoren ihre blutigen Gemetzel austragen

Berlin (Olympiastadion), 76.000 Sitzplätze
Altehrwürdiges Gemäuer, in dem man vor kurzem noch vermutete, dass ein verwirrtes Gespenst namens Hui Buh hier sein Unwesen treibt. Aber für die WM wurde eine völlig neue Dachkonstruktion auf die die klapprige Fassade gesetzt. Dann bleibt man schön trocken, wenn dieses Amphietheater zusammenkracht.

Hamburg (AOL-Arena), 50.000 Sitzplätze
Das WM-Stadion mit einem der bescheuertsten Namen. Aber zumindest spielt jetzt der hier ansässige HSV endlich mal wieder einen ganz manierlichen Ball. Wurde ja auch Zeit nach 20 Jahren.

 

Hannover (AWD-Arena), 45.000 Sitzplätze
Ganz ansehnlicher Acker inmitten eines Waldes. Eigentlich weiß keiner genau, warum bei der WM 2006 auch Spiele in Hannover stattfinden sollen.  Wahrscheinlich hat wieder irgend einer beim DFB ein Spielchen Doppelkopf  verloren und musste seine Schuld einlösen. Beim nächsten Mal bitte etwas mehr Konzentration, meine Herren!


wetten.de Sportwetten

Gelsenkirchen (Arena auf Schalke), 52.000 Sitzplätze
"Die Mutter aller Turnhallen" wurde vor Jahren als das modernste Stadion gefeiert. Viel gebracht hat es ja nichts, denn trotz voller Hütte  vergeigt der FC Schalke mit beeindruckender Starrköpfigkeit eine Meisterschaft nach der anderen. Und das bei einer Einkaufspolitik, bei der selbst Bayern München die Spucke wegbleibt.

 

Dortmund (Westfalenstadion/bald Iduna-Park), 69.000 Sitzplätze
Mann, war hier mal eine Stimmung. Mann, war es schön in diesem Stadion mit "echter" Fußballatmosphäre. Mann, ist das lange her. Seitdem der BvB es vorzieht, seine millionenschweren Kicker  nur noch Teilzeitarbeit verrichten zu lassen, hat das Westfalenstadion seinen Schrecken verloren. Na ja, nicht ganz - wenn man sich das Ding mal von außen betrachtete, dann läuft es einem doch eiskalt den Rücken runter. Ende 2005 wird das Westfalenstadion in Iduna-Park umbenannt. Mann, da muss man wirklich finanzielle Probleme haben, wenn man sich auf so einen Scheißnamen einlässt.

Leipzig (Zentralstadion), 44.000 Sitzplätze

Das Leipziger Zentralstadion macht architektonisch ganz schön was her. Aber holla. Ein Stadion lebt normalerweise von der Mannschaft, die in ihm spielt. Nicht nur in dieser Hinsicht ist das Zentralstadion bereits vor seiner richtigen Geburt schon wieder klinisch tot. Aber irgendwohin musste die Aufbauhilfe Ost ja fließen, weshalb dann nicht in ein bald ungenutztes Stadion? Nächstes Mal überlegen, liebe Genossen und Genossinen!

Bottrop (Kaluskestr. 17, 3.Stock links), 2 Sitzplätze
Hier wohnt Elma Baschinski. Sie ist eine nette Frau, die trotz der widrigen Lebensumstände immer auf dem rechten Weg geblieben ist. Ihr Sohn, Kalle Baschinski, wird in einigen Monaten einen neuen Weltrekord aufstellen, indem er 734 Stunden ohne Unterbrechung Fußballübertragungen sehen wird. Deshalb ist das Haus auch hier zu sehen, denn nirgendwo auf diesem Planeten findet man so viel Fußball wie bei den Baschinskis. Mutter Baschinski findet das gar nicht so toll, aber kein Heim in der Umgebung hat zugesagt, ihren 53-jährigen Sohn aufzunehmen. Also bleibt Kalle da und schaut Fussball.

Köln (Rhein-Energie Stadion), 45.000 Sitzplätze
Schnuckliges Stadion, welches einer Brückenkonstruktion nachempfunden wurde. Bewohnt wird das Stadion von einem Kölner Karnevalsverein, dessen Fans nicht müde werden, ihr trauriges Schicksal zu besingen: "Wir steigen auf steigen ab, wir steigen auf und dann wieder ab. Wir finden`s lustig, weil wir bescheuert sind." Wie wahr, wie wahr ...


Frankfurt (Commerzbank-Arena), 48.000 Sitzplätze
Die Hessen erhalten die Möglichkeit, den Schmerz über den ihren Heimatverein entweder im Appelwoi zu ertränken oder sich ein paar WM-Kicks anzuschauen. Deshalb ist die Vergabe einiger Spiele nach Frankfurt eher als eine Art sozialer Akt zu sehen. Hilft aber nicht wirklich viel. Ab der Saison 06/07 wird in diesem schönen Stadion wieder Fußball gespielt, bei dem sich die Fußnägel aufrollen.

Kaiserslautern (Fritz Walter Stadion), 48.500 Sitzplätze
Der Betzenberg, die rote Hölle, ist auch nicht mehr das, was er einmal war! Es war durchaus eine nette Idee, das Stadion nach einem verflossenen Ballzauberer aus der Region zu benennen. Aber seitdem bringt der 1. FC Kaiserslautern gar nichts mehr. Trotzdem, es war ein feiner Zug der FIFA und des DFB, einige Spiele nach Kaiserslautern zu geben. Hier tanzt wenigstens noch der Bär. Besser als z.B. Düsseldorf!

Nürnberg (Frankenstadion), 45.000 Sitzplätze
Auch Franken haben ein Recht auf guten Fussball. Vor allem, wenn man sonst nur den 1. FC Nürnberg zu Gesicht bekommt - ein Schicksal, was man nicht einmal seinem größten Feind wünscht. Und bitte, liebe Fans aus aller Welt, denkt nicht, dass alle Deutschen solche Fummeltrinen sind wie die Nürnberger!


 

Stuttgart (Gottlieb Daimler Stadion), 53.500 Sitzplätze
Gerüchten zufolge gehen in den Katakomben des Gottlieb-Daimler-Stadions absonderliche Dinge vor sich. Ein Italiener namens "Trap" durchstreift des nachts die Gänge und murmelt leise böse Voodoo-Zauber. Man hört ihn okkulte Dinge sagen wie "Struuunz", "Ich schon wieder da." oder ähnliches. Höchstwahrscheinlich ist dies ein Erfolgszauber für das Team der Azzuro. Sicher sind wir da nicht, aber den Spaghettifressern ist ja nun einmal alles zuzutrauen.
 

München (Allianz Arena), 66.000 Sitzplätze
Das hat der Dieter Hoeneß mal wieder gefickt eingeschädelt. Schließt einfach einen Vertrag mit einem anderen in der Stadt ansässigen Erstligisten über den Bau eines neuen, ganz tollen Stadions, wohlwissend, dass die andere Gurkentruppe absteigen wird und nie wieder in die erste Bundesliga zurückkehren wird (für Leute, die das anzweifeln: es sprechen 1860 Gründe gegen einen Wiederaufstieg!). Also sind die Münchner Bayern jetzt alleiniger Bundesliga-Hausherr dieses UFOs, das in so vielen, tollen Farben leuchten kann. Und Knacki Wildmoser jr. guckt dumm aus der Wäsche.

And the winner of the Oberklops is ... Düsseldorf!

Da haben die Düsseldorfer mal wieder voll zugeschlagen! Extra für die Fußball-WM 2006 haben sie ihr altes Stadion nach allen Regeln der Sprengkunst in seine Einzelteile zerlegt. Wums, weg war es. Stattdessen haben die Rheinländer eine ganz tolle Arena hingebaut, gesponsert von der LTU. Spitzenidee das! Dummerweise bekam Düsseldorf keinen Zuschlag für die WM-Spiele, weshalb hier nur Dorffußball gespielt werden kann, denn die Fortuna krebst in den tiefsten fußballerischen Gefilden herum und wird dort wohl auch auf Jahrzehnte bleiben. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass die LTU ihr Stadion im kommenden Frühjahr zu einem Freilicht-Hangar umfunktioniert.
Und dann, zur nächsten WM in Deutschland (etwa 2038) kann man den Hangar ja sprengen und ein neues Stadion hinbauen!